Musik

Wolfgang-Michael Bauer ist ein Komponist des Modern Third Stream. Seine Musik schafft eine faszinierende Synthese aus klassischer Musik und den edlen, farbenreichen Akkorden des modernen Jazz, angereichert durch die dynamischen und groovenden Elemente des Fusion. Zu seinen musikalischen Vorbildern zählen Nikolai Kapustin als auch Chick Corea und Herbie Hancock, aber auch Chet Baker und Richard Rogers.

Diese Verbindung von struktureller Präzision und klassischer Eleganz mit der harmonischen Freiheit, rhythmischen Vitalität und improvisatorischen Energie des Jazz erzeugt einen unverwechselbaren, genreübergreifenden Klang. Obwohl alle Werke vollständig ausnotiert sind, besitzen sie eine derart lebendige, fließende und spontan wirkende Gestaltung, dass sie beim Hörer den Eindruck echter Improvisation erwecken. Durch moderne Rhythmen, komplexe Harmonien und energiegeladene Basslines entsteht eine Musik, die intellektuell anspruchsvoll und zugleich emotional unmittelbar mitreißend ist.

Bauers Schaffen umspannt ein breites Spektrum – von intimen Klavier-Solowerken und Kammermusik über kraftvolle Big-Band-Arrangements bis hin zu großformatigen Orchesterkompositionen. Ein zentraler Höhepunkt ist sein Tripelkonzert für Violine, Violoncello, Klavier und Orchester, das im Casino Baden uraufgeführt wurde. Ebenso bedeutend ist das Werk Le poème de la puissance, das 2021 mit dem Burgenländischen Hochschulpreis ausgezeichnet wurde. Die Jury, vertreten durch Wolfram Wagner, würdigte es als „sehr gute Komposition im zeitgenössischen Stil mit wirkungsvoller Verbindung von Elektronik und Orchesterklang“.

Seine Werke werden von namhaften Interpreten wie Alexander Rößler, Othmar Müller, Wolfgang Capek, Doris Adam, Julian Yo Hedenborg und Margit Fussi aufgeführt und finden großen Anklang.

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